un ballo in maschera

„Verdi ist einer unserer großen Hausgeister“, sagt sichtlich gelöst Ulrich Peters bei der anschließenden Premierenfeier und holt auch die Beteiligten auf die Bühne, auf die sonst nicht so viel Licht fällt, etwa Chorleiter Joseph Feigl, Dramaturg Ronny Scholz oder Choreografin Pascale-Sabine Chevroton. Gestern also gab es mit dem „Maskenball“ die mit Spannung erwartete erste Opernpremiere der laufenden Spielzeit. Regie führte Marc Adam, die musikalische Leitung oblag Generalmusikdirektor Golo Berg. Die Geschichte des Regenten Riccardo, der Theater liebt und mit seinem Hofstaat das Schauspiel „Gustav III.“ einübt, hält alles bereit, was in die Dramatik einer guten Oper gehört: Eifersucht, Rache, Mord. Denn Riccardo (großartig: der australische Tenor Garrie Davislim) ist heimlich in die Frau seines Sekretärs und besten Freundes Renato (überzeugend vom italienischen Bariton Fillipo Betoschi gesungen) verliebt. Gleichzeitig gibt es noch eine Verschwörung, die von Tom und Samuel angeführt wird. Die beiden haben ganz eigene Gründe, den Regenten zu liquidieren.…

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