musikalische Emotionen im lachsfarbenen Kleid

Bevor Midori Goto als Solistin zur Violine greift und im Großen Haus nach einem langen Intro des Orchesters endlich zeigen kann, was in ihr steckt, gibt es zunächst César Franck auf die Ohren. „Le chasseur maudit“ heißt es da unter musikalischer Leitung des 1.Kapellmeisters Henning Ehlert, der seine Sache ausgesprochen gut macht beim 3.Sinfoniekonzert, spritzig, dynamisch, charmant. Aus dem Französischen übersetzt heißt der Titel „der verfluchte Jäger“. Es geht um einen Mann, der trotz Warnungen sonntags auf die Jagd geht. 16 Minuten Musik, Zeit für Kirchenglocken und Hörner, Warnungen durch die tiefen Töne des Fagott, fliehendes Wild, galoppierende Hirsche und immer wieder die Aufbruchstimmung. Es ist Sonntag. Natürlich geht die Sache übel aus, quasi der fliegende Holländer des Waldes. Unglaublich, was das Orchester in der kurzen Zeit transportieren kann, ein geballtes Füllhorn an Emotionen. Wobei die richtigen, tiefen Emotionen zeigt Münsters erste Geige Midori Goto, heute als Solistin, im schwarzen…

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